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Welche Förderprogramme sind am lukrativsten?
Bundesweite Förderprogramme unterstützen energetische Sanierungen, den Heizungstausch und klimafreundliche Neubauten mit Zuschüssen und zinsgünstigen Krediten. Die folgende Übersicht ist bewusst praxisnah gehalten und ersetzt keine individuelle Prüfung im Einzelfall, zeigt aber die wichtigsten Linien für Eigentümer und Investoren.
Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)
Die „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) bündelt die wichtigsten Programme für energieeffiziente Wohn- und Nichtwohngebäude. Sie gliedert sich im Kern in geförderte Einzelmaßnahmen (z.B. Wärmedämmung, Fenstertausch, Heizungstausch) und Effizienzhaus-/Effizienzgebäude-Programme für umfassende Sanierungen oder Neubauten.
Wohngebäude: Einzelmaßnahmen (Sanierung & Heizungstausch)
Bei Wohngebäuden können einzelne Modernisierungsschritte gezielt gefördert werden, ohne dass sofort ein kompletter Effizienzhausstandard erreicht werden muss.
Typische förderfähige Einzelmaßnahmen
- Wärmedämmung von Dach, Fassade und Kellerdecke
- Erneuerung von Fenstern und Außentüren
- Erneuerung oder Optimierung der Heizungsanlage (z.B. Wärmepumpe, Biomasse, Anschluss an Wärmenetz)
- Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung
Je nach Maßnahme gibt es Zuschüsse oder Kredite mit Tilgungszuschuss; die konkrete Höhe hängt von Technik, Effizienz und ggf. Bonusregelungen.
Ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) kann hier unterstützend wirken und bietet in vielen Konstellationen einen zusätzlichen prozentualen Bonus bei der Förderung von Einzelmaßnahmen.
Heizungstausch
Besonders im Fokus steht der Austausch alter Heizungen durch effiziente Systeme auf Basis erneuerbarer Energien oder Wärmenetze. Hier werden Investitionskosten anteilig gefördert, wenn technische Mindestanforderungen eingehalten und Fristen für alte Öl- oder Gasheizungen berücksichtigt werden.
Wohngebäude: Effizienzhaus-Sanierung
Wer sein Haus umfassend saniert, kann eine Förderung als Effizienzhaus beantragen. Dabei wird das Gebäude insgesamt energetisch verbessert – Hülle und Anlagentechnik greifen ineinander, um einen festgelegten Effizienzstandard (z.B. Effizienzhaus 85 oder besser) zu erreichen.
- Gefördert werden Sanierungen auf bestimmte Effizienzhaus-Stufen
- Je besser die angestrebte Stufe, desto höher in der Regel die maximalen Kreditbeträge und Tilgungszuschüsse pro Wohneinheit
- Zusätzliche Boni sind möglich, wenn erneuerbare Energien umfangreich genutzt werden oder eine anerkannte Nachhaltigkeitsklasse (z.B. über QNG) erreicht wird
Klimafreundlicher Neubau
Für Neubauten wurden eigene Programme für klimafreundliche Gebäude geschaffen, häufig unter dem Titel „Klimafreundlicher Neubau“ (KFN).
Grundprinzipien
- Gefördert werden Neubau und Ersterwerb von Wohngebäuden, die mindestens den Effizienzhaus-Standard 55 erreichen und keine fossilen Wärmeerzeuger einsetzen
- Zusätzlich müssen Anforderungen an das Treibhauspotenzial (GWP) über den gesamten Lebenszyklus erfüllt werden; dies ist u.a. über die Ökobilanzierung / Lebenszyklusanalyse (LCA) nachzuweisen
- Die Förderung erfolgt in Form von Krediten mit Tilgungszuschuss; es gibt zusätzliche Programme für besonders bezahlbaren Wohnraum und für Familien
Damit unterstützt der Bund Neubauten, die sowohl im Betrieb als auch über den Lebenszyklus hinweg deutlich geringere Emissionen verursachen.
Rolle der Energieberatung und des iSFP
Der Energieberater ist die zentrale Schnittstelle zwischen Ihrem Gebäude, den technischen Möglichkeiten und den Förderprogrammen – und der iSFP ist sein wichtigstes Werkzeug für eine sinnvolle Planung. Beide zusammen sorgen dafür, dass Sie nicht „auf Verdacht“ sanieren, sondern Schritt für Schritt, sinnvoll und förderoptimal vorgehen.
Der Energieberater
- Der Energieberater analysiert den Ist-Zustand Ihres Gebäudes: Hülle, Heizung, Warmwasser, Lüftung, Stromverbrauch und Nutzung werden systematisch bewertet.
- Auf dieser Basis entwickelt er ein Gesamtkonzept, das technische Möglichkeiten (z.B. Dämmung, Fenster, Wärmepumpe, Lüftung) und Ihre Ziele (Komfort, Kosten, Klima, Budget) miteinander verbindet.
- Er arbeitet unabhängig und technologieoffen – es geht nicht darum, ein bestimmtes Produkt zu verkaufen, sondern die für Ihr Gebäude sinnvollste Lösung zu finden.
- Für Förderprogramme (BAFA/KfW, BEG) übernimmt er häufig die Fachplanung, Nachweise und Bestätigungen, ohne die viele Zuschüsse oder Kredite gar nicht abrufbar wären.
- Während der Umsetzung kontrolliert der Energieberater baubegleitend, ob die geplanten energetischen Qualitäten wirklich erreicht werden und die Förderbedingungen eingehalten sind.
Kurz gesagt: Der Energieberater übersetzt Ihre Modernisierungs- oder Neubauidee in ein technisch stimmiges, wirtschaftliches und förderfähiges Projekt.
Energieberatungen für Wohngebäude werden selbst gefördert, wenn sie von zugelassenen Energieeffizienz-Experten durchgeführt werden.
Der individuelle Sanieringsfahrplan (iSFP)
Ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) strukturiert die Modernisierung in sinnvolle Schritte und ermöglicht oft einen zusätzlichen Bonus („iSFP-Bonus“) bei der Förderung von Einzelmaßnahmen.
- Er beinhaltet eine detaillierte Bestandsaufnahme: energetischer Zustand, Schwachstellen und Einsparpotenziale Ihres Hauses.
- Daraus leitet der Energieberater konkrete Maßnahmenpakete ab (z.B. „Dach + Fassade“, „Fenster + Lüftung“, „Heizung + Regelung“), die technisch aufeinander abgestimmt sind.
- Der iSFP zeigt, in welcher Reihenfolge diese Schritte sinnvoll sind – insbesondere, wenn Sie aus finanziellen oder organisatorischen Gründen in Etappen sanieren möchten.
- Zu jedem Paket liefert der Fahrplan Einschätzungen zu Investitionen, Energieeinsparung, CO₂-Reduktion und Fördermöglichkeiten, anschaulich aufbereitet.
- Formal besteht der iSFP aus „Mein Sanierungsfahrplan“ (Überblick für Eigentümer) und „Umsetzungshilfe“ (Detailinformationen zu den Maßnahmen).
Der iSFP wird selbst mit einem Zuschuss vom Staat gefördert, wenn er von einem zertifizierten Energieeffizienz-Experten erstellt wird.
Einblick in die Förderprogramme
Für Eigentümer und Investoren ist entscheidend: Die Programme verändern sich regelmäßig, und die optimale Kombination von Maßnahmen, Effizienzstandards und Förderwegen hängt stark vom konkreten Projekt ab. Außerdem gibt es Förderprogramme auf der kommunalen Ebene, die teilweise mit den Förderprogrammen des Bundes kombiniert werden können.
Eine individuelle Energieberatung hilft, diese Möglichkeiten zu strukturieren, Förderbedingungen einzuhalten und das Maximum aus den Förderprogrammen herauszuholen.
Möchten Sie sich über die Förderprogramme informieren?
Der FördermittelCheck von co2online gibt Ihnen Auskunft über eine Vielzahl von Förderprogrammen.
Mehr Förderung, weniger Eigenanteil
Mit einer professionellen Fördermittelberatung sichern Sie sich Zuschüsse und zinsgünstige Kredite, die Ihre Investition in Sanierung oder Neubau deutlich entlasten. Gemeinsam prüfen wir alle passenden Programme und stellen sicher, dass Sie keine Förderchance verschenken.
